-neu-Gottesdienst im " Grenzbereich" - Kirchengemeinden Drebber

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-neu-Gottesdienst im " Grenzbereich"

Aktuelles

Drebber - Am Vormittag gab es noch reichlich Sorgenfalten im Gesicht von Pastor Rainer Hoffmann beim Blick in den wolkenverhangenen Himmel. Hoffmann hatte mit Unterstützung von Kanuverleih Jörg Oelmann und der Zimmerei Heinrich Flemer selbst mit Hand angelegt, als es darum ging, die Floßbrücke für den Gottesdienst der beiden Kirchengemeinden Jacobi- und Mariendrebber an und auf der Hunte unter dem Thema „Brücken bauen“ fertigzustellen. Aber nun regnete es immer wieder, und man redete schon darüber, was wohl passiert, wenn es am Nachmittag so weitergeht.
Doch es sollte anders kommen: Um 17 Uhr waren alle Regenwolken verflogen und an den beiden Ufern saßen zahlreich die Besucher, um dabei zu sein. Selbst die Huntebrücke war gut gefüllt. Mit den beiden Kanuteams, die den Gottesdienst auf dem Wasser verfolgten, zählten die Kirchengemeinden 413 Besucher.
Fällt der Pastor von der wackeligen Floßbrücke?
Was alle zusammenführte? „Hoffentlich, so Hoffmann, die Bereitschaft miteinander etwas zu erleben und gemäß des Themas „Brücken bauen“ weitere Schritte zu einem gemeinsamen Miteinander in Drebber zu gehen.“ Natürlich weiß der Geistliche, dass einige auch gekommen sind, um zu sehen, ob der Pastor in die Hunte fällt. Das vorweg gesagt, passierte nicht, auch wenn es zunächst doch recht wackelig zuging auf der Floßbrücke, die zu Beginn des Gottesdienstes noch nicht mit dem Ufer verbunden war.
So bedurfte es gleich zu Beginn des Gottesdienstes für Pastor Hoffmann des symbolisch großen Schrittes, um auf die aus drei miteinander verbundenen Flößen erstellte noch frei treibende Brücke zu kommen, auf der der Altar und das Lesepult standen. Begleitet vom Blasorchester Drebber und der Songgruppe Chorisma feierte die Gemeinde diesen mit fröhlichen Liedern und Pastor Hoffmann dirigierte vom Floß aus das Geschehen. Nachdem auch Anke Wiegmann noch einen großen Schritt machte, um zur Lesung auf die Floßbrücke zu kommen, stand die erste Aktion des Gottesdienstes an. Beide Seiten sollten der jeweils anderen gute Wünsche aufschreiben und diese dann zum Altar bringen. Hoffmann half dabei mit und nahm sie mit einem Besenstiel entgegen. Ein kurzes Raunen ging durch die Menge, denn beinahe wäre der Pastor bei dieser Aktion auf Jacobiseite in die Hunte gestürzt.
Forderung des Pastors: Aufeinander zugehen
Aber der Gottesdienst sollte ja noch seinen Höhepunkt haben, die Fertigstellung der Brücke und damit verbunden das aufeinander Zugehen beider Seiten. Zeitgleich wurden in einer gemeinsamen Aktion die letzten Übergänge fertiggestellt. Hoffmann sprach den Menschen Mut zu, sich zu begegnen. Schnell fanden sich auch Mutige, die einander vor dem Altar die Hand reichten und dann zur jeweils anderen Seite ihren Weg fortsetzten.
Pastor Hoffmann griff den Gedanken des Brückenbauens auch in seiner Predigt auf. Unter dem Stichwort Versöhnung deutete er in „sieben Brücken“-Schritten Jesu Wort aus Matthäus 18,15: „Wenn dein Bruder (und das gilt entsprechend für die Schwester) ein Unrecht begangen hat, dann geh hin und stell ihn unter vier Augen zur Rede. Wenn er mit sich reden lässt, hast du ihn zurückgewonnen.“ Am Ende seiner Predigt forderte er die Besucher dazu auf, auf Menschen zuzugehen, die einen vielleicht geärgert oder gestresst haben. „Lasst uns aufeinander zugehen, die Brücke ist gebaut.“
Aufeinander zugehen war auch nach dem Gottesdienst angesagt. Mehr und mehr Menschen nahmen dabei den Weg über die Floßbrücke, um so die Gelegenheit zu nutzen, auch einmal auf andere Weise zur jeweils anderen Seite zu gelangen. Am Ende waren fest alle auf dem Gelände der Landgaststätte Halfbrodt, wo die Teams um Ingo Halfbrodt und Helmut Voss aus Barnstorf alles gut im Griff hatten, um die Gäste zu verköstigen. „Öfter war in Gesprächen zu hören, so ein Gottesdienst könnte gut zu einer regelmäßigen Einrichtung werden“, blickte Pastor Hoffmann bereits in die Zukunft.
erstellt durch Andreas Martz - - - aktualisiert 02.12.17
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